Selbstverwaltung

Im Unterschied zu staatlichen Regelschulen, die von Behörden geführt werden, oder konfessionellen Schulen unter der Trägerschaft kirchlicher Organisationen, gestalten Waldorfschulen ihr Schulwesen eigenverantwortlich. Sie organisieren und verwalten sich selbst – getragen von der gesamten Schulgemeinschaft.

Diese Selbstverwaltung lebt vom Engagement aller Beteiligten: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie externe Fördernde bringen sich aktiv ein. An unserer Schule arbeiten daher nicht nur Vorstand, Lehrerkonferenz und Schulleitung eng zusammen. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Arbeitskreise, in denen besonders das starke Mitwirken der Eltern eine zentrale Rolle spielt.

Mehr Informationen zu unseren Arbeitskreisen finden Sie hier.

Durch diese Form der Zusammenarbeit entsteht eine lebendige und verbindende Schulkultur. Sie eröffnet allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und den Schulalltag der Kinder aktiv und positiv mitzugestalten.

Weiterführende Literatur

Karl Martin Dietz
Eltern und Lehrer an der Waldorfschule Grundzüge einer dialogischen Zusammenarbeit
ISBN: 978-3-921132-23-4
Preis: 14,80 €

Stefan Leber
Die Sozialgestalt der Waldorfschule Ein Beitrag zu den sozialwissenschaftlichen Anschauungen Rudolf Steiners
ISBN: 978-3-7725-1210-0
Preis: 10,50 €


Die pädagogische Leitung der Schule

Schulleitung

Judith Theisen, Alexandra Schmidt, Sarah Grone

Die pädagogische Leitung unserer Schule wird gemeinschaftlich und verantwortungsvoll durch die wöchentlich tagenden Lehrerkonferenzen getragen. In einem lebendigen Austausch gestalten die Kolleginnen und Kollegen dort das schulische Leben aktiv mit und übernehmen gemeinsam Verantwortung für dessen Qualität und Weiterentwicklung.

Aus ihrer Mitte entsenden die Konferenzen Vertreterinnen und Vertreter in den Vorstand des Schulvereins sowie in weitere Gremien und sichern so eine enge, transparente Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Die pädagogischen Konferenzen sind dabei weit mehr als organisatorische Abstimmungsrunden: Sie bilden ein Forum für kollegiale Fortbildung, für die reflektierte Bearbeitung aktueller Fragen aus dem Schulalltag und für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres pädagogischen Konzepts. So entsteht eine Schule, die sich aus innerer Überzeugung heraus stetig weiterentwickelt.

Die Gesamtkonferenz – also Lehrerkollegium, Verwaltungsmitarbeitende und Vorstand gemeinsam – wählt drei Lehrkräfte in den Schulleitungskreis. Dieses Gremium gestaltet die zentralen pädagogischen Leitlinien der Schule und übernimmt Verantwortung für wichtige Personalentscheidungen.


Trägerverein

Freie Waldorfschule Kreis Heinsberg e.V.

Der Trägerverein unserer Freien Waldorfschule übernimmt mehrere zentrale Aufgaben: Er trägt die rechtliche Verantwortung für die Schule, sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, und übernimmt die Haftung. Gleichzeitig kümmert er sich um die Finanzierung und Budgetverwaltung und stellt die wirtschaftliche Sicherheit der Schule sicher. Zu seinen organisatorischen Aufgaben gehört die Bereitstellung der Schulgebäude und Ausstattung sowie das Management von Verträgen und Versicherungen.

Darüber hinaus unterstützt der Verein die pädagogische Arbeit, indem er Lehrkräfte fördert und schulische Projekte ermöglicht. Auch die Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung fällt in seinen Aufgabenbereich, um Kontakte zu Eltern, Behörden und anderen Schulen zu pflegen und die Schule nach außen zu präsentieren.

Schließlich wirkt der Trägerverein aktiv an der Schulentwicklung und an der Festlegung langfristiger Richtlinien mit, um die Zukunft der Schule nachhaltig zu gestalten.

 

Die gesamte Schulverwaltung und die kaufmännische Führung des Trägers liegen in den Händen des Geschäftsführers, der hier die zentrale Verantwortung trägt. Einmal im Monat kommt der Vorstand des Trägervereins mit ihm an einen Tisch, um gemeinsam die anstehenden Themen zu beraten. Dabei erhält das Gremium wertvolle Impulse und Unterstützung von Vertreterinnen und Vertretern des Elternrates sowie der Schulleitung.

Vorstand Trägerverein

Benjamin Jongen, Christoph Haubold, Carsten König, Dr. Carl Richter, Judith Theisen

Satzung Trägerverein Stand Mai 2025

Geschäftsführung

Franz Niessen

Kontakt

Förderverein

Verein zur Förderung der Freien Waldorfschule Kreis Heinsberg e.V.

Eine Schule entsteht aus Gemeinschaft und Vision

Jede Waldorfschule ist einzigartig – so wie jedes Kind, das sie besucht. Unsere Schule ist mehr als ein Lernort: Sie ist ein Raum für Neugier, Kreativität und persönliche Entfaltung. Hier lernen Kinder mit Kopf, Herz und Hand, entdecken ihre Talente und entwickeln soziale Verantwortung – eingebettet in eine Gemeinschaft, die Bildung als ganzheitliches Erlebnis versteht.

Unsere Schule entstand aus dem Wunsch von Eltern nach einer besonderen Form der Bildung. Doch jede Waldorfschule lebt von mehr als Engagement der Eltern: Lehrkräfte, Förderer und Freunde der Waldorfpädagogik bringen Erfahrung, Ideen und Tatkraft ein, damit unsere Schule langfristig ein lebendiger, inspirierender Ort bleibt.

Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Kinder die Welt neugierig erkunden, künstlerisch gestalten und ihre eigenen Wege entdecken können. Unsere Waldorfschule ist eigenständig und doch Teil eines weltweiten Netzwerks von über 1.200 Schulen, die dieselbe Vision teilen: Bildung, die Herz und Verstand verbindet und Kinder stark für die Zukunft macht.

Die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Freien Waldorfschule Kreis Heinsberg sind weit mehr als Eltern und Lehrkräfte – sie sind engagierte Menschen, die sich aus Überzeugung und ohne persönliche Interessen für die Schule einsetzen. Mit ihrer Zeit, ihrem Wissen und ihrer Tatkraft tragen sie dazu bei, dass unsere Schule ein lebendiger Ort des Lernens, Wachsens und Entdeckens bleibt.

Der Förderverein übernimmt eine zentrale Verantwortung für die Zukunft der Schule: Er ist Eigentümer des Schulgeländes und der Gebäude und fungiert als Bauherr für geplante Neubauten. Dadurch schafft er nicht nur die notwendige Infrastruktur, sondern auch einen sicheren und inspirierenden Rahmen, in dem Kinder frei lernen und sich entfalten können.

Dank des Engagements des Fördervereins wird die Schule zu einem Ort, an dem Gemeinschaft, Kreativität und Bildung Hand in Hand gehen – ein Ort, der Kindern eine starke Grundlage für ihre Zukunft bietet und die Vision einer ganzheitlichen, lebendigen Bildung Wirklichkeit werden lässt.

Vorstand Förderverein

Sarah Boutayeb, Sigrid Cordes, Vincent Blankers, Mario Schott

Satzung Förderverein Stand Mai 2025

Der Bund der Freien Waldorfschulen

 

Die erste Waldorfschule wurde 1919 von Rudolf Steiner als Schule für die Kinder der Arbeiter der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik gegründet. Die Schule war eine Antwort auf die drängenden sozialen Fragen in dieser Zeit und sollte eine ganzheitliche Bildung bieten, die Kopf, Herz und Hand gleichermaßen anspricht. Steiner legte besonderen Wert auf künstlerische, handwerkliche und musische Aktivitäten neben dem traditionellen Fachunterricht, um die individuelle Entwicklung der Kinder zu fördern.

Inzwischen gibt es etwa 1000 Waldorfschulen in 64 Ländern auf allen Kontinenten der Erde. Jede Schule ist eine unabhängige Gründung, was bedeutet, dass Lehrpläne und Unterrichtsmethoden an die örtlichen Bedürfnisse angepasst werden, während die Grundprinzipien der Waldorfpädagogik erhalten bleiben. Typische Merkmale sind jahrgangsübergreifendes Lernen, Epochenunterricht (wo Fächer über mehrere Wochen intensiv behandelt werden) und die Einbindung von Eurythmie, einer von Steiner entwickelten Bewegungskunst.

In Deutschland gibt es mehr als 225 Waldorfschulen, die sich im Bund der Freien Waldorfschulen zusammengeschlossen haben. Viele Schulen kooperieren außerdem mit Waldorfkindergärten, sodass Kinder bereits früh an die pädagogischen Prinzipien herangeführt werden. International haben Waldorfschulen den Ruf, kreative, selbstständige und sozial engagierte Persönlichkeiten hervorzubringen, und sie erfreuen sich besonders in städtischen Zentren zunehmender Beliebtheit. Einige Schulen integrieren auch moderne digitale Medien, wobei die Balance zwischen Technologie und handwerklicher Tätigkeit weiterhin ein zentrales Anliegen ist.

Zu den bekanntesten Absolventen von Waldorfschulen zählen Persönlichkeiten wie der Regisseur Christoph Waltz, der Musiker und Komponist Hannes Wader, der Schauspieler Jürgen Vogel sowie der ehemalige Politiker Joschka Fischer.

International haben ebenfalls einige prominente Persönlichkeiten Waldorfschulen besucht, darunter beispielsweise die Schauspielerinnen Sandra Bullock, Jennifer Aniston, die Schauspieler Michael Ende (Autor von Die unendliche Geschichte), Wotan Wilke Möhring und der Unternehmer Wolfgang Prosche. Viele dieser Absolventen betonen, dass die Betonung von Kreativität, freiem Denken und eigenverantwortlichem Lernen in ihrer Schulzeit ihre spätere Karriere entscheidend geprägt hat.

 

Weiterführende Literatur

Dietrich Esterl
Die erste Waldorfschule Stuttgart, Uhlandshöhe 1919-2004. Daten – Dokumente – Bilder
ISBN: 978-3-927286-62-7

Wolfgang Müller
Nachgefragt: Anthroposophie
ISBN-13: 978-3-95779-193-1